Zur Frage technologischer Lösungen in der Uranproduktion Usbekistans
Einleitung
Stand 2026 verkündet die Uranindustrie Usbekistans ehrgeizige Pläne: Im Rahmen der staatlichen Strategie soll die jährliche Uranförderung bis 2030 auf 7 200 Tonnen gesteigert werden.
Die gesamten Uranvorräte im Untergrund Usbekistans werden offiziell auf 139 000 Tonnen geschätzt. Praktizierende Geologen und Ingenieure, deren Forschungen in der Zentralen Kysylkum durchgeführt wurden, kennen jedoch die verborgene Kehrseite dieser Zahlen. Die tatsächliche Ausbeutung der wichtigsten in Betrieb befindlichen Lagerstätten hat mehr als 40% erreicht, und die Daten des staatlichen geologischen Dienstes zu den Vorräten der Kategorie C1 wichen historisch um bis zu 20% von der strengen Betriebserkundung der Bergbauverwaltungen ab.
Probleme der modernen Uranindustrie
1. Kolmation und Erschöpfung der Erzschichten
Beim Abbau der Schichten ist das Resturan hauptsächlich in schwach durchlässigen, tonigen oder stark karbonathaltigen Zonen eingeschlossen. Die extensive Methode — das Einpressen übernormativer Mengen Schwefelsäure — führt zu einer ökologischen Katastrophe für das Grundwasser. Die Säure reagiert mit dem umgebenden Calcit und bildet Gips. Die Schicht „erblindet“ unwiderruflich (sie kolmatiert), die Aufnahmefähigkeit der Bohrungen sinkt auf null, und die Urankonzentration in den produktiven Lösungen fällt auf ein kritisches Minimum. Die Methode der In-situ-Bohrlochlaugung (ISL) mit rücksichtslosem Einpressen von Schwefelsäure, bei der Sperrbrunnen nicht ordnungsgemäß eingesetzt werden, zerstört für immer die strategische Reserve der Zentralen Kysylkum — die unterirdischen Grundwasserleiter, deren Sanierung Hunderte Millionen Dollar erfordern würde.
2. Technologische Lösungen
Lösung Nr. 1. Verfahren zur In-situ-Laugung von Uran (Patent Nr. IAP 05336)
Die grundlegende Basis der Uranchemie ist die Überführung der inerten, unlöslichen vierwertigen Form (U⁴⁺) in die mobile sechswertige Form (U⁶⁺).
Statt reine Säure zu kaufen, wurde in den tiefen Schichten der Lagerstätten der Nördlichen Bergbauverwaltung (SewRU) eine geniale Synergie von Uran- und Goldproduktion eingeführt und erprobt. Die Technologie nutzte die flüssigen sulfidischen Abfälle des Komplexes zur Biooxidation von Golderzen des Hydrometallurgischen Werks GMS-3 (Kokpatas).
- In die Schicht wurde ein kostenloses Bioreagenz eingeleitet, das eine Kultur des Bakteriums Acidithiobacillus ferrooxidans und zweiwertiges Eisen (Fe²⁺) enthielt.
- Parallel dazu wurden über spezielle Einheiten technischer Sauerstoff und ein ausgewogenes Nährmedium eingepresst, um die Lebensfähigkeit der Bakterien unter den anaeroben Bedingungen des Untergrunds zu erhalten.
- Die Bakterien regenerierten das Eisen kontinuierlich in die dreiwertige Form (Fe³⁺), die als äußerst starkes, ideales Oxidationsmittel wirkte und U⁴⁺ → U⁶⁺ überführte, ohne die Schicht zu versauern.
- Ergebnis: stabile Durchlässigkeit des Untergrunds und eine enorme Ausbeute — mehr als 80 Tonnen Triuranoctoxid (U₃O₈) von nur einem einzigen technologischen Abschnitt.
Lösung Nr. 2. Säurefreie Förderung mit Brauchwasser (die Erfahrung von Ketmentschi)
Schon vor 30 Jahren, Mitte der 1990er-Jahre, wurde unter den Bedingungen des wirtschaftlichen Chaos in der Lagerstätte Ketmentschi eine geochemische Tatsache nachgewiesen: Das Uran liegt dort ursprünglich in der natürlichen sechswertigen Form (U⁶⁺) vor — dank der jahrhundertelangen natürlichen Infiltration sauerstoffhaltiger Wässer.
Die Autoren der Methode führten die Förderung mit einfachem Brauchwasser mit gelösten Gasen ein — ohne einen einzigen Tropfen Schwefelsäure. Das Wasser wusch das fertige Uranyl-Ion schonend aus und sorgte für praktisch null Reagenzienkosten und absolute ökologische Sauberkeit.